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Salmorejo

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Salmorejo

Salmorejo ist eine nahe Verwandte der Gazpacho. Bei beiden Gerichten handelt es sich um kalte Suppen. Während man die dünnflüssige Gazpacho trinkt, löffelt man die dickere Salmorejo. Garniert wird diese Tomatensuppe mit Schinken, gekochten Eiern und Thunfisch.

Typische Tapa und erfrischende Vorspeise

Salmorejo ist eine kalte Suppe, die wie ihre dünnflüssige Verwandte Gazpacho auf der Grundlage von Tomaten entsteht. Für Salmorejo weicht man Brot ein und schält Tomaten. Anschließend püriert man das Brot gemeinsam mit den Tomaten sowie reichlich Knoblauch, Salz, Pfeffer, Olivenöl und Essig. Der Anteil von Brot in Salmorejo ist relativ hoch. Das sorgt dafür, dass die Suppe eine dicke Konsistenz hat. Die Farbe der Salmorejo ist ein kräftiges Rosa. Falls das Rot der Tomaten überwiegt, fehlt entweder Brot oder Olivenöl. Garniert wird die Salmorejo mit Thunfischflocken sowie fein geschnittenen, hart gekochten Eiern und Schinken. Traditionsgemäß verwenden Spanier luftgetrockneten Serranoschinken. In Deutschland erfüllt auch ein guter Räucherschinken, zum Beispiel Schwarzwälder Schinken, diese Aufgabe.
Salmorejo ist eine beliebte Tapa, ein kleines Gericht, das Spanier in den frühen Abendstunden zu einem Glas Wein oder Bier verzehren. In Deutschland eignet sich die Salmorejo als erfrischende Vorspeise an kalten Tagen. Im Vergleich zur Gazpacho ist die Salmorejo kräftiger im Geschmack. Das zeigt die herzhafte Garnitur, deren starke Aromen die Kombination von Tomaten mit Knoblauch und Olivenöl perfekt ergänzen. Während man die Salmorejo aus einem Suppenteller oder einer Schüssel löffelt, trinkt man die Gazpacho. Ein hoher Anteil an Gurken sorgt dafür, dass die Gazpacho flüssig ist und delikater im Geschmack.

Was ist Salmorejo?

Beide Suppen entstanden im Süden Spaniens. Die Salmorejo gilt als Erfindung von Köchen in Córdoba, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und drittgrößten Stadt Andalusiens. Im Jahr 711 eroberten die Mauren die Stadt. Ab 756 war die Stadt das Zentrum des islamischen Emirats von Córdoba. Damals lebten bereits eine halbe Million Menschen in dieser Metropole, die damals eine der größten Städte Europas war. Die maurischen Eroberer beeinflussten die Architektur und die Kultur. 1236 wurde Córdoba wieder christlich. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits eine kalte Suppe, die zur Zeit der Mauren entstanden war. Diese weiße Suppe bestand aus Gurken, Brot, Knoblauch, Olivenöl, Essig und Salz und gilt als Vorläufer für die Gazpacho und die Salmorejo.

Todesfälle nach dem Genuss von Tomaten

Obwohl Christoph Kolumbus von seiner zweiten Amerikareise 1498 Tomaten nach Europa gebracht hatte, fanden sie ihren Weg in Spaniens kalte Suppen erst im 18. Jahrhundert. Vorher galten Tomaten als schöne, aber gefährliche Pflanzen. Der Grund waren mehrere Todesfälle von Aristokraten, die nach dem Genuss von Tomaten starben. Allerdings war dies nur indirekt die Schuld der roten Früchte. Damals bestand das Geschirr in besseren Kreisen häufig aus bleihaltigem Zinn. Serviert man säurehaltige Lebensmittel wie Tomaten auf Zinn, reichern sie sich durch eine chemische Reaktion mit Blei an. Das führte zu Todesfällen durch Bleivergiftung, die fälschlicherweise den Tomaten in die Schuhe geschoben wurde. Im 18. Jahrhundert begannen Italiener und andere Südeuropäer mit dem Genuss von Tomaten. Bald zeigte sich, dass die Früchte dieses Nachtschattengewächses ungefährlich sind. Der Rest ist Geschichte: Heute ist die Tomate aus der europäischen Küchenkultur nicht wegzudenken.

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